Fantastische Baustelle

Turm von Babel Darstellung auf der fantastischen Baustelle von workshop hannover FZH Ricklingen Bild links: Der Turm von Babel mit der Bauschild in Hintergrund.
Foto Wolfgang Jeske

Unter Anleitung workshop hannover Künstler/innen entsteht seit dem Sommer 2002 hinter dem Freizeitheim Ricklingen eine Fantastische Baustelle. Mit angepackt haben u.a. schon Schülergruppen aus Ricklingen, Jugendliche aus ganz Hannover, Seniorinnen aus Wettbergen... Beteiligen können sich Gruppen aller Alters- und Bildungsstufen, die Lust haben auf Fantasie und Kreativität. Sie lernen Künstlerische und kunsthandwerkliche Techniken kennen, die sie später in anderen Zusammenhängen anwenden und erweitern können. Die Fantastische Baustelle gehört zu FLUXUS, dem städtischen Netzwerk zur Lebens- und Berufsorientierung. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover, vom Fonds Soziokultur, vom Bezirksrat Ricklingen und von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur.

Bausteine
Künstler/innen aus dem workshop hannover e.v. leiten verschiedene inhaltliche Angebote oder Projekte  (die sogenannten Bausteine) an. Es geht um die Themenbereiche Boden, Wände, Dach und unterschiedliche Techniken. Man kann außerdem an einer Dokumentation (Fotos + Texte) mitarbeiten. Wir stellen uns auch auf Ihre Wünsche ein.
Ein Baustein umfasst 30 Unterrichtsstunden. Zwei Künstler/innen betreuen einen Baustein mit etwa zehn bis sechzehn Teilnehmenden. Die 30 Unterrichtsstunden können z.B. wöchentlich, in Wochenendblöcken oder einer Projektwoche angesetzt werden.

Bauarbeiter
Alle können mitmachen: jung und alt, Väter + Söhne, Schülerinnen und Lehrerinnen, Betriebe + Büros, Skatrunden, Kleingärtner, Vereine, Stammtische... kostenlos und ab sofort!

Bauplatz
Am Freizeitheim Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1.
(Straßenbahnlinien 3+7, Haltestelle Beekestraße)

Kontakt
Informationen, Terminabsprachen und Anmeldung beim workshop hannover e.v. unter Tel. 0511-34 47 11, Fax 388 83 38 oder
box@workshop-ev.de

Berichte über Bausteine:
Bericht Nr 1

 Ein ungewöhnliches Kunstprojekt 
 von Lehrerin Maren Marquardt, Martin-Luther-King-Schule, Hannover.

Fantastische Bauschild am fantastische Baustelle, hinter FZH Ricklingen, Hannover - Packham und Pietrusky 2003

    Die Projektidee

    Das Projekt „Fantastische Baustelle" ist ein „Bestandteil des städtischen Netzwerks zur Berufs- und Lebensorientierung (Fluxus)” und soll im Sommer 2002 beginnen. Auf einem Gelände im Südwesten Hannovers wird unter Anleitung von Künstler/innen aus dem workshop hannover eine Fantastische Baustelle entstehen. Beteiligen können sich Menschen aller Alters- und Bildungsstufen aus den Stadtteilen und ganz Hannover. Die Teilnehmenden erhalten Zugang zu Fantasie und Kreativität und lernen zugleich künstlerische und kunsthandwerkliche Techniken, die sie später woanders anwenden und weiter entwickeln können. Ein attraktives Angebot zur Förderung von Kreativität, Eigenverantwortung und kultureller Bildung.

    Projektrahmenbedingungen

    Das Projekt wird über den Workshop Hannover e.V. angeboten. Es ist in einzelne Bausteine unterteilt, die jeweils zwei Wochen dauern. Geleitet werden diese inhaltlich unterschiedlichen Bausteine jeweils von einem verantwortlichen Künstler. Ort der „Baustelle" ist das Außengelände des Freizeitheimes Ricklingen in Hannover.

    Das Besondere an diesem Kunstprojekt ist, dass es keine vorherige gestalterische Festlegung von Ergebnissen gibt. Es bestehen zu jedem Baustein zwar bestimmte Rahmenbedingungen wie z.B. der Ergebnistyp Baustellenschild, Inhalt und Ausführung unterliegen jedoch vollkommen der Kreativität der einzelnen Künstler und Jugendlichen.

     Die inhaltliche Arbeit

    Den allerersten Baustein dieser „Fantastischen Baustelle" haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b der Martin-Luther-King-Schule, Sonderschule für Lernhilfe in Hannover, in Zusammenarbeit mit den Künstlern Nigel Packham und Siegfried Pietrusky gestaltet.

    Thema dieses ersten Bausteines war, ein Baustellenschild zu entwerfen und Visionen spielen zu lassen, wie spätere Fantasiegebäude aussehen könnten sowie das Gerüst für das Baustellenschild herzustellen. Die Idee für das Baustellenschild war, aus vielen kleinen Bildern ein großes Bild anzufertigen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen alle gleich große Leinwandstücke, Pinsel und Farben und die Aufgabe, schwerpunktmäßig mit einer Farbe am Tag verschiedene Bilder zu malen. Es gab den blauen, den roten und den gelben Tag. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei verschiedene Mischtechniken und Maltechniken.

    Ein typischer Tagesablauf

    Die Schülerinnen und Schüler mussten jeden Morgen ihren Platz vorbereiten, Leinwand, Farben, Pinsel, Wasser, Zangen, Tacker, Unterlagen usw. aus dem Bauwagen holen, Tische aufstellen und ihre Vorbereitungen treffen.

    Dann gab es ein kurzes Brainstorming zum aktuellen Tag und die Schülerinnen und Schüler konnten selbstständig beginnen. Die beiden Künstler verstanden es, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren und zu unterstützen und sie in ihrer Arbeit zu ermutigen und zu begeistern. Außerdem hatten wir große Unterstützung durch die Mutter eines Schülers.

    Am Ende eines jeweiligen Tages fand eine Reflexionsphase und Ergebnissicherung für alle Baustellenkünstler statt. Dabei wurden die Fortschritte des Tages durch den Projektleiter gewürdigt, und es wurde der nächste Tag gedanklich vorbereitet. Die gesamten Materialien des Tages wurden sodann wieder eingesammelt und im Projektbauwagen verstaut.

     

Dieses Projekt war eine tolle Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler, auch wenn es zum Teil schwierig war, so motiviert und engagiert wie am Anfang bis zum Ende durchzuhalten.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich bewusst den Anforderungen gestellt und sind durch diese Arbeit als Team gewachsen. Am Ende konnten alle stolz auf das hart erarbeitete Ergebnis blicken.

Bericht Nr 2  Projekt ‘Schindeln’

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